Lebensbereiche

 Zuordnung der Gehölze nach Lebensbereichen

 Nach Dr. Peter Kiermeier

 

Ordnungssystem der Kennziffern

Ziffer 1 – Hauptgruppe

  1. Moor- und Sumpfgehölze - Nasse Lagen

  2. Auen- und Ufergehölze - Feuchte Lagen

  3. Artenreiche Wälder und Gehölzgruppen - Gut versorgte, nährstoffreiche Böden

  4. Artenarme Wälder und Gehölzgruppen - Nährstoffarme Böden

  5. Heiden und Dünen - Sandige, baumfreie, offene Lagen

  6. Steppengehölze und Trockenwälder - Warm-trockene Lagen

  7. Kühl-feuchte Wälder - Kühl-regenreiche, Luftfeuchte Lagen

  8. Bergwälder/Sträucher subalpiner bis alpiner Bereiche - Kalt-feuchte Lagen

  9. Hecken und Strauchflächen - Kultur- und Zierformen

 

Ziffer 2 - Kennzeichnet das optimale Vorkommen, stellt die Bodenfaktoren dar.

 

  • Nach den Abstufungen der Feuchtigkeitsgrade: 
    trocken, mäßig trocken, frisch, feucht, nass

  • Nach den Säurestufen des Substrats:
    stark sauer, sauer, schwach sauer, neutral, schwach alkalisch, alkalisch, stark alkalisch

  • Nach den Bodenarten:
    Sand, lehmiger Sand, sandiger Lehm, Lehm, schwerer Lehm, Ton (humos/mineralisch)

Ziffer 3 – Spezielle Gruppe

Gibt die Bedingungen der Belichtung und Temperatur an.

 

  • Nach Besonnung bis Beschattung
    sonnig, absonnig, lichtschattig, halbschattig, schattig

  • Nach Temperaturabstufungen:
    hitzeverträglich, wärmeliebend, gemäßigt, kühl, kalt

  • Nach Frostempfindlichkeit, Spätfrostgehfährdung:
    sehr frostempfindlich, frostempfindlich, mäßig frosthart, meist frosthart, frosthart  

 Ziffer 4 – Wuchsgruppe

Befasst sich mit Wuchsformen und Größe. Bei fremdländischen Gehölzen wird die Größe angegeben, die in mitteleuropäischen Gärten und Parks in der Regel erreicht wird.

 

  • Bäume: Großbaum, Mittelgroßer Baum, Kleinbaum

  • Sträucher: Großstrauch/Kleinbaum, Normalstrauch, Kleinstrauch, Zwergstrauch

  • Sonderformen: Halbstrauch, Klettergehölz, Staude
     

 Erster Lebensbereich:
 Moor- und Sumpfgehölze – Gehölze nasser Lagen

Hauptgruppe
1. Ziffer – Lebensbereich
1. Gehölze der Moore, Bruchwälder, Nasswiesen, vernässter Senken und sumpfiger Plätze.

Untergruppe
2. Ziffer – Bodenfaktoren
-.1. Moorige oder nasse, torfige Standorte, feucht bis nass, gelegentlich auch nur frisch, sauer-humose, nährstoffarme Böden.
-.2. Bruchwälder, Feucht- und Nasswiese, Feuchtbiotope, Sumpfstandorte; frische bis nasse, torfige oder sauermineralische, z. T. verdichtete und vernässte Böden.

Spezielle Gruppe
3. Ziffer – Klimafaktoren
-.-.1. Sonnig, absolut schattenunverträglich, kühl bis kalt, frosthart.
-.-.2. Gelegentlich sonnig, sonst lichtschattig oder halbschattig, kühl, mäßig frosthart bis meist frosthart, spätfrostgefährdet.
-.-.3. Sonnig, bis lichtschattig, frosthart.
-.-.4. Lichtschattig bis halbschattig, wärmeverträglich, meist frosthart, u. U. spätfrostgefährdet

Wuchsgruppe
4. Ziffer – Wuchsgrößen
-.-.-.1. Großbaum > 20 m
-.-.-.2. Mittelgroßer Baum 
> 15 m
-.-.-.3. Kleinbaum> 7 m
    
-.-.-.4. Großstrauch
> 3 m
-.-.-.5. Normalstrauch 
> 1,5 m
-.-.-.6. Kleinstrauch 
> 0,5 m
-.-.-.7. Zwergstrauch 
> bis 0,5 m
-.-.-.8. Halbstrauch =
Übergang zu den Stauden
-.-.-.9. Klettergehölz
-.-.-.10. Staude

Eignung und Verwendung:
Für moorige, sumpfige und sonstige Landschaften:
- mit hohem Grundwasserstand, in vernässten Wiesen und Senken.
- an Gräben, Teichrändern und Ufern langsam fließender Gewässer.
- für nass-saure Lagen in Gärten, Parks und Grünflächen.
- in Feuchtgebieten und Naturgärten.
- für Moor- und Sumpfbeete sowie nasse oder feuchte Plätze.

 

Zweiter Lebensbereich:
Auen- und Ufergehölze – Gehölze feuchter Lagen 

Hauptgruppe
1. Ziffer – Lebensbereich
2. Gehölze der Weich- und Hartholzauen, potentieller Überschwemmungsbereiche und Feuchtgebiete; meist wärmeliebend; nährstoffreiche Böden von schwach sauer bis alkalisch bevorzugend.

Untergruppe
2. Ziffer – Bodenfaktoren
-.1. Frische bis feuchte Standorte, gelegentlich nass, verträgt Überschwemmungen; sauer bis neutral, gelegentlich schwach alkalisch; sandig-kiesig, sandig-lehmig, auch Tonböden.

-.2. Frische bis feuchte Standorte, gelegentlich nass, verträgt Überschwemmungen; schwach sauer bis alkalisch auf vielen Substraten: Sand, Kies, Schotter, Lehm, Ton.

-.3. Gelegentlich mäßig trockene, sonst frische bis feuchte Standorte, auch kurzzeitig überschwemmt; schwach sauer oder neutral, gelegentlich alkalisch auf nährstoffreichem, sandigem oder sandig-humosen Lehm.

-.4. Auenbereiche. Kurzzeitig mäßig trockene, gelegentlich kurz überschwemmte, sonst frische bis feuchte Standorte; Boden neutral bis alkalisch, gelegentlich schwach sauer; tiefgründig sehr nährstoffreich, z.T. sandig-kiesig, bevorzugt Lehm oder Ton.

-.5. Auenrandbereiche, Schotterterrassen. Mäßig trockene bis frische Standorte, gelegentlich mäßig feucht, selten überschwemmt, eher längere Trockenheit gut ertragend; schwach sauer bis alkalisch; durchlässig, nährstoffreich, sandig, kiesig, lehmig.

Spezielle Gruppe
3. Ziffer – Klimafaktoren
-.-.1. Sonnig, hitzeverträglich, frostempfindlich (wenn besonders nährstoffreich) bis mäßig frosthart, spätfrostgefährdet.

-.-.2. Sonnig, gelegentlich hitzeverträglich, wärmeliebend, meist frosthart bis frosthart, spätfrostgefährdet.

-.-.3. Sonnig, z.T. hitzeverträglich, wärmeliebend, noch in kühlen Lagen; frosthart.

-.-.4. Sonnig bis lichtschattig, kühle bis kalte Lagen, frosthart.

-.-.5. Lichtschattig, auch sonnig und z.T. halbschattig, wärmeliebend, mäßig bis meist frosthart; u.U. spätfrostgefährdet.

-.-.6. Lichtschattig bis halbschattig gelegentlich sonnig, kühl bis kalt, frosthart.

Wuchsgruppe
4. Ziffer – Wuchsgrößen
-.-.-.1. Großbaum > 20 m
-.-.-.2. Mittelgroßer Baum 
> 15 m
-.-.-.3. Kleinbaum > 7 m
    
-.-.-.4. Großstrauch 
> 3 m
-.-.-.5. Normalstrauch 
> 1,5 m
-.-.-.6. Kleinstrauch >
0,5 m
-.-.-.7. Zwergstrauch 
> bis 0,5 m
-.-.-.8. Halbstrauch 
= Übergang zu den Stauden
-.-.-.9. Klettergehölz
-.-.-.10. Staude

 

Eignung und Verwendung

 

  • Für Ufer und Randzonen der Gewässer.

  • Auf grundwassernahen Standorten.

  • In Auenbereichen der freien Landschaft (wenn heimisch).

  • Als Pioniere in feuchten Sand- und Kiesgruben.

  • Für ehemalige Auenbereiche in den Siedlungsgebieten.

  • Für alle frischen bis und feuchten Wuchsorte ohne stagnierende Nässe.

  • An feuchten Plätzen in Gärten. 

 
Dritter Lebensbereich:
Artenreiche Wälder und Gehölzgruppen – Gehölze gut versorgter, nährstoffreicher Böden

Hauptgruppe
1. Ziffer – Lebensbereich
3. Artenreiche Mischwälder, Waldränder; Sträucher auch im Unterholz. Auf gut versorgten, kräftigen, nährstoffreichen Böden, meist schwach sauer bis alkalisch, mit ausreichender Luft- und Bodenfeuchtigkeit und ausgeglichenen Temperaturen. 

Untergruppe
2. Ziffer – Bodenfaktoren
-.1. Gehölzgruppen mit robusten, stadtklimaverträglichen Arten mit weiter Standortamplitude, auch für schwierigste Situationen geeignet. ; auf allen mäßig trockenen bis frischen Böden, schwach sauer bis alkalisch; alle nährstoffreichen Böden außer leichten Sand- oder schweren Tonböden.

-.2- Gehölzgruppen mit anspruchsvollen, in extremen Situationen wenig widerstandsfähigen Arten mit enger Standortamplitude; bevorzugt auf frischen bis feuchten Standorten, Trockenheit schlecht vertragend; sauer bis neutral, nur ausnahmsweise schwach alkalisch; meist gute sandig- oder lehmig-humose Böden.

-.3. Gehölzgruppen mit anspruchsvollen, aber anpassungsfähigen Arten; auf frischen bis feuchten Standorten; schwach sauer bis alkalisch; gute bis beste, meist lehmige Böden.  

Spezielle Gruppe
3. Ziffer – Klimafaktoren
-.-.1. Sonnig bis lichtschattig, meist hitzeverträglich/wärmeliebend; frostempfindlich, spätfrostgefährdet.

-.-.2. Sonnig bis lichtschattig, wärmeliebend, meist frosthart, gelegentlich spätfrostgefährdet. 

-.-.3. Sonnig bis lichtschattig, kühl-ausgeglichen, z.T. wärmeverträglich, frosthart.

-.-.4. Sonnig bis halbschattig, wärmeverträglich, frosthart.

-.-.5. Sonnig bis halbschattig, wärmeverträglich, meist frosthart, gelegentlich spätfrostgefährdet.

-.-.6. Sonnig bis halbschattig, kühl-ausgeglichen, z.T. wärmeverträglich, frosthart.

 -.-.7. Lichtschattig bis halbschattig, gelegentlich sonnig, selten vollschattig, mäßig frosthart, gelegentlich spätfrostgefährdet.

Wuchsgruppe
4. Ziffer – Wuchsgrößen
-.-.-.1. Großbaum > 20 m
-.-.-.2. Mittelgroßer Baum 
> 15 m
-.-.-.3. Kleinbaum > 7 m
    
-.-.-.4. Großstrauch 
> 3 m
-.-.-.5. Normalstrauch 
> 1,5 m
-.-.-.6. Kleinstrauch 
> 0,5 m
-.-.-.7. Zwergstrauch 
> 0,1 m
-.-.-.8. Halbstrauch 
=Übergang zu den Stauden
-.-.-.9. Klettergehölz
-.-.-.10. Staude

 

Eignung und Verwendung

 

  • Für gut versorgte, nährstoffreiche Lagen in der freien Landschaft (wenn heimisch).

  • Im Siedlungsbereich in Grünanlagen, gepflegten Gärten und Gartenteilen.

  • Bedingt im innerstädtischen Verkehrsbegleitgrün bei sehr guter Standortvorbereitung.

  •  In Ausnahmefällen auch in extremen Lagen möglich, wenn es anpassungsfähigere Gehölze sind. 

 

Vierter Lebensbereich:
A
rtenarme Wälder und Gehölzgruppen – Gehölze nährstoffreicher Böden

Hauptgruppe
1. Ziffer – Lebensbereich
4. Gehölze der locker aufgebauten, artenarmen Mischwälder, an lichten Waldrändern, auf Magerweiden u. ä. mit Buschgesellschaften.  

Untergruppe
2. Ziffer – Bodenfaktoren
-.1. Genügsame Gehölze saurer, nährstoffarmer Wälder, auf mäßig trockenen bis frischen, z.T. feuchten Standorten, sauer bis neutral; sandig, sandig-humos bis sandig-lehmig.

-.2. Anpassungsfähige aber anspruchsvollere Gehölze trockener bis frischer Standorte, sauer bis schwach alkalisch; sandig-humos bis lehmig.

-.3. Anspruchsvollere Gehölze, mäßig trocken bis feucht, schwach sauer bis schwach alkalisch, kiesig- oder sandig-lehmig bis lehmig.

Spezielle Gruppe
3. Ziffer – Klimafaktoren
-.-.1. Sonnig bis lichtschattig, hitzeverträglich, wärmeliebend, frostempfindlich, spätfrostgefährdet.

-.-.2. Sonnig, gelegentlich lichtschattig, wärmeliebend, meist frosthart bis frosthart, gelegentlich spätfrostgefährdet.

-.-. 3. Sonnig, frosthart.

-.-.4. Licht- bis halbschattig, gelegentlich sonnig, frosthart.

-.-.5. Halbschattig, mäßig bis meist frosthart, häufig spätfrostgefährdet. 

Wuchsgruppe
4. Ziffer – Wuchsgrößen
-.-.-.1. Großbaum > 20 m
-.-.-.2. Mittelgroßer Baum 
> 15 m
-.-.-.3. Kleinbaum > 7 m
    
-.-.-.4. Großstrauch 
> 3 m
-.-.-.5. Normalstrauch 
> 1,5 m
-.-.-.6. Kleinstrauch 
> 0,5 m
-.-.-.7. Zwergstrauch 
> bis 0,5 m
-.-.-.8. Halbstrauch 
=Übergang zu den Stauden
-.-.-.9. Klettergehölz
-.-.-.10. Staude

 

Eignung und Verwendung

 

  • Zur Begrünung minderwertiger oder durchschnittlicher, nicht überdüngter Standorte in der freien Landschaft (wenn heimisch).

  • Für spezielle Begrünungsmaßnahmen auf minderwertigen Wuchsorten.

  • Im Siedlungsbereich auf verhagerten, nährstoffarmen bis +/- nährstoffhaltigen Böden.

  • Bevorzugt auf sauren bis neutralen Böden, bei höherem Kalkgehalt chlorotisch.

  • Auf schweren, verdichteten Böden nicht frohwüchsig.

  • Teilweise als Pioniergehölze möglich.

 

Fünfter Lebensbereich
Heiden und Dünen - Gehölze sandiger, baumfreier, offener Lagen

Hauptgruppe
1. Ziffer – Lebensbereich
5. Gehölze der Dünen und sonstiger Sandflächen, Sand- und Kiesbänke sowie der Heiden.

Untergruppe
2. Ziffer – Bodenfaktoren
-.1. Gehölze der Dünen und Sandfelder, trocken bis frisch, selten überschwemmt, meist nährstoffreiche Böden; schwach sauer bis stark alkalisch, sandig, sandig-feinkiesig, auch schottrig (ungünstig).

-.2. Gehölze der Sandheiden und anmoorigen Dünensenken; mäßig trocken bis frisch, gelegentlich feucht; nährstoffarme bis mäßig nährstoffhaltige Böden; sauer bis schwach sauer, gelegentlich neutral; sandig humos, humos (übergang zu LB1).

-.3. Gehölze der Heiden und verbuschten Sand- und Kiesflächen; trocken bis frisch, selten feucht; mäßig nährstoffreich schwach sauer bis schwach alkalisch, sandig-kiesig, sandig-humos bis lehmig, auf schweren Böden nicht frohwüchsig, z.T. Pilz anfällig (Übergang zu LB6).

Spezielle Gruppe
3. Ziffer – Klimafaktoren
-.-.1. Sonnig, z.T. hitzeverträglich, wärmeliebend, wintermild; frostempfindlich bis mäßig frosthart, gelegentlich spätfrostgefährdet.

-.-.2. Sonnig, hitzeverträglich, wärmeliebend, frosthart.

-.-.3. Sonnig bis lichtschattig, kühl; frosthart.

-.-.4. Licht- bis halbschattig; wärmeliebend bis kühl-gemäßigt; frostempfindlich bis mäßig frosthart, spätfrostgefährdet.

Wuchsgruppe
4. Ziffer – Wuchsgrößen
-.-.-.1. Großbaum > 20 m
-.-.-.2. Mittelgroßer Baum 
> 15 m
-.-.-.3. Kleinbaum > 7 m
    
-.-.-.4. Großstrauch 
> 3 m
-.-.-.5. Normalstrauch 
> 1,5 m
-.-.-.6. Kleinstrauch 
> 0,5 m
-.-.-.7. Zwergstrauch 
> bis 0,5 m
-.-.-.8. Halbstrauch 
=Übergang zu den Stauden
-.-.-.9. Klettergehölz
-.-.-.10. Staude

 

Eignung und Verwendung
 

  • Für extreme Lagen in der freien Landschaft, (wenn heimisch).

  • Für sandige Halden, Schüttungen.

  • Teilweise für Straßenränder und Böschungen.

  • Für besondere Anpflanzungen im öffentlichen/privaten Grün, meist mit Wildstauden, Gräsern, Spontanvegetation.

 

Sechster Lebensbereich
Steppengehölze und Trockenwälder – Gehölze warm-trockener, steppenartiger Lagen.

Hauptgruppe
1. Ziffer – Lebensbereich
6. Gehölze wärmster Tieflandbereiche (Weinbauklima) oder südlicher Herkünfte: Meist hitzeverträglich, wärmebedürftig  und frostgefährdet; durchlässige nicht zu feuchte und zu nährstoffreiche Substrate bevorzugend; schwere, feuchte und sehr nährstoffreiche Böden provozieren Frostschäden; bevorzugt auf alkalischen bis stark alkalischen Böden wachsend.

Untergruppe
2. Ziffer – Bodenfaktoren
-.1. Sehr locker aufgebaute Gehölzgruppen mit weiten Abständen der Einzelpflanzen; Gehölze trockener bis frischer, kurzzeitig auch feuchter Standorte, aber nässeempfindlich; Luft- und Bodentrockenheit liebend oder gut vertragend; +/- nährstoffreich, schwach sauer bis stark alkalisch; sandig, sandig-kiesig oder kiesig-lehmig.

-.2. Locker aufgebaute Gehölzgruppen mäßig trocken bis frisch, z. T. feucht, Luft- und Bodentrockenheit vertragend, aber nicht bevorzugend; mäßig nährstoffreich, sauer bis neutral; sandig bis sandig-humos, nicht zu schwer. 

-.3. Locker aufgebaute Gehölzgruppen, mäßig trocken bis frisch, gelegentlich feucht, Luft- und Bodentrockenheit vertragend, +/- nährstoffreich, schwach sauer bis alkalisch; sandig-lehmig bis lehmig.

-.4. Dichtere Gehölzgruppen periodisch feuchter Pflanzenbestände, meist frisch bis ausnahmsweise feucht, aber kurzzeitig Luft- und Bodentrockenheit vertragend; mäßig nährstoffreich, schwach sauer bis schwach alkalisch; sandig-lehmig bis lehmig. 

Spezielle Gruppe
3. Ziffer – Klimafaktoren
-.-.1. Sonnig-heiß, schattenunverträglich; wärmeliebend bzw. wärmebedürftig; frostempfindlich, spätfrostgefährdet, nur in geschützten Lagen oder bevorzugten Klimabereichen; Sträucher oft bis zum Boden zurückfrierend, aber wieder durchtreibend.

-.-.2. Sonnig bis schattig, hitzeverträglich und wärmeliebend; mäßig bis meist froshart, gelegentlich spätfrostgefährdet.

-.-.3. Sonnig bis lichtschattig, hitzeverträglich und wärmeliebend; frosthart.

-.-.4. Gelegentlich sonnig, sonst lichtschattig bis halbschattig, wärmeliebend, frostempfindlich bis mäßig frosthart, spätfrostgefährdet.

Wuchsgruppe
4. Ziffer – Wuchsgrößen
-.-.-.1. Großbaum > 20 m
-.-.-.2. Mittelgroßer Baum 
> 15 m
-.-.-.3. Kleinbaum > 7 m
    
-.-.-.4. Großstrauch >
3 m
-.-.-.5. Normalstrauch 
> 1,5 m
-.-.-.6. Kleinstrauch 
> 0,5 m
-.-.-.7. Zwergstrauch 
> bis 0,5 m
-.-.-.8. Halbstrauch 
= Übergang zu den Stauden
-.-.-.9. Klettergehölz
-.-.-.10. Staude

Eignung und Verwendung

 

  • Für milde, warm-temperierte Lagen in der freien Landschaft (wenn heimisch).

  • Am Rande von Wein- und Obstbaugebieten (wenn heimisch).

  • Für den baulich verdichteten Siedlungsraum.

  • Für begünstigte warme Hangzonen, grundsätzlich außerhalb von Kaltluftstaus oder harter Frostlagen.

  • Für Citybereiche und sonstige hitze- und strahlungs- und trockenheitsbeeinträchtigte Standorte.

  • Teilweise für hitze- und trockenheitsbelastetes Verkehrsbegleitgrün, Straßen- und Alleebäume.

  • Speziell für vollsonnige Innenhöfe, Dach- oder Fassadenbegrünungen in heißen Lagen.

  • In Nischen für schutzbedürftige Raritäten, botanische Besonderheiten oder außergewöhnliche Schmuckgehölze.

  • Für Gärten oder Gartenteile in geschützter oder heiß-trockener Lage. 

 
Siebter Lebensbereich
Gehölze kühl-feuchter Wälder und kühl-regenreicher, luftfeuchter Lagen

Hauptgruppe
1. Ziffer – Lebensbereich
7. Gehölze kühl-regenreicher Bergwälder mittlerer Höhenlagen sowie nördlicher Nadelmischwälder

Untergruppe
2. Ziffer – Bodenfaktoren
-.1. Gehölzbestände kühl-trockener Lagen, mäßig trocken bis frisch, selten feucht; auf allen durchschnittlichen, nicht zu nährstoffreichen und zu schweren Böden, schwach sauer bis alkalisch.

-.2. Gehölze kühler Lagen mit hoher Luft- und Bodenfeuchtigkeit; durchlässige, aber frische bis feuchte Böden, mäßig nährstoffreich, sauer bis neutral, empfindlich gegen höheren Kalkgehalt; sandig-humos, kiesig-humos oder sauer-mineralisch.

-.3. Gehölze kühler Lagen mit hoher Luft- und Bodenfeuchtigkeit; +/- nährstoffreiche Böden, schwach sauer bis alkalisch; humos oder sandig-lehmig, auch kiesig lehmig oder lehmig.

-.4. Gehölze milder, begünstigter Lagen mit hoher Luft- und Bodenfeuchtigkeit; sauer bis schwach alkalisch; nährstoffreiche Böden, humos, auch sandig-lehmig bis lehmig.

Spezielle Gruppe
3. Ziffer – Klimafaktoren
-.-.1. Sonnig, wärmeliebend, wintermild; frostempfindlich bis mäßig frosthart, spätfrostgefährdet.

-.-.2. Sonnig bis lichtschattig, meist frosthart, spätfrostgefährdet.

-.-.3. Sonnig bis lichtschattig, sommerkühl und winterkalt; frosthart.

-.-.4. Lichtschattig, gelegentlich halbschattig, Baumartige im Alter sonnig, wintermild; frostempfindlich, spätfrostgefährdet.

-.-.5. Lichtschattig bis halbschattig, gelegentlich sonnig, Sträucher im Unterwuchs auch schattig, wärmeverträglich; meist frosthart, spätfrostgefährdet.

-.-.6. Lichtschattig bis halbschattig, gelegentlich sonnig, Sträucher im Unterwuchs auch schattig, kühl bis kalt; frosthart.

Wuchsgruppe
4. Ziffer – Wuchsgrößen
-.-.-.1. Großbaum > 20 m
-.-.-.2. Mittelgroßer Baum 
> 15 m
-.-.-.3. Kleinbaum > 7 m
    
-.-.-.4. Großstrauch 
> 3 m
-.-.-.5. Normalstrauch 
> 1,5 m
-.-.-.6. Kleinstrauch 
> 0,5 m
-.-.-.7. Zwergstrauch 
> bis 0,5 m
-.-.-.8. Halbstrauch 
= Übergang zu den Stauden
-.-.-.9. Klettergehölz
-.-.-.10. Staude

Eignung und Verwendung

 

  • Für Pflanzungen in der freien Landschaft wie Aufforstungen, Feldgehölze, Gehölzstreifen und –inseln (wenn heimisch).

  • In dörflichen oder aufgelockerten Stadtrandbereichen (möglichst heimische Arten).

  • In innerstädtischen Lagen nur mit Einschränkungen verwendbar.

  • Im verdichteten Siedlungsraum meist nur in zusammenhängenden Grünzügen, in größeren Grün-, Parkanlagen u. Ä. .

  • Für begünstigte Hofsituationen in kühlen, licht beschatteten Plätzen.

  • Für Gärten als Schmuckpflanzungen bei spezieller Standortvorbereitung und fachgerechter Pflege.

 

Achter Lebensbereich
Bergwälder/Sträucher subalpiner bis alpiner Lagen, Gehölze kalt-feuchter Lagen
 

Hauptgruppe
1. Ziffer – Lebensbereich
8. Gehölze subalpiner und alpiner Hochlagen sowie nordkontinentaler Herkunft aus Wäldern und Gebüschformationen nahe oder bis zur Baumgrenze.

Untergruppe
2. Ziffer – Bodenfaktoren
-.1. Gehölze der Hochlagen, gelegentlich mäßig trocken, sonst frisch bis feucht, für besonders luftfeuchte Lagen; sauer bis neutral selten schwach alkalisch; sandig-humose, sandig-kiesige oder sandig-lehmige, auch felsige und flachgründige Böden.

-.2. Gehölze der Hochlagen, mäßig trocken bis frisch, kurzzeitig feucht, z. T. sommertrocken, Lufttrockenheit gut vertragend; schwach sauer bis stark alkalisch; sandig-kiesige oder lehmige, auch felsige und flachgründige Böden, auf schweren Böden nicht frohwüchsig.

Spezielle Gruppe
3. Ziffer – Klimafaktoren
-.-.1. Sonnig, sommerheiß, aber winterkalt; frosthart; im Tiefland gut möglich.

-.-.2. Sonnig bis lichtschattig, mäßig wärmeverträglich, kühl, wintermild, mäßig bis meist frosthart, gelegentlich spätfrostgefährdet; im kühl-gemäßigten Tiefland möglich.

-.-.3. Sonnig bis absonnig, Sträucher auch sommerkühl, winterkalt, frosthart; im Tiefland noch möglich, außer an hitzebelasteten Standorten.

-.-.4. Absonnig bis lichtschattig, gelegentlich halbschattig, in kalten Lagen ausnahmsweise sonnig; kühl, in schneearmen Lagen frostempfindlich, sonst mäßig-frosthart; im kühl-regenreichen Tiefland möglich.

-.-.5. Absonnig bis gelegentlich lichtschattig, im Unterwuchs noch halbschattig; kalt, absolut frosthart; im Tiefland an Sonderstandorten möglich. 

Wuchsgruppe
4. Ziffer – Wuchsgrößen
-.-.-.1. Großbaum > 20 m
-.-.-.2. Mittelgroßer Baum 
> 15 m
-.-.-.3. Kleinbaum > 7 m
    
-.-.-.4. Großstrauch 
> 3 m
-.-.-.5. Normalstrauch 
> 1,5 m
-.-.-.6. Kleinstrauch 
> 0,5 m
-.-.-.7. Zwergstrauch 
> bis 0,5 m
-.-.-.8. Halbstrauch 
= Übergang zu den Stauden
-.-.-.9. Klettergehölz
-.-.-.10. Staude

Eignung und Verwendung

  • Für kühl-temperierte bis kalte Standorte.
  • Zur Begrünung von Berglagen und Nordhängen (wenn heimisch).
  • In hochgelegenen dörflichen Siedlungen (möglichst heimisch).
  • Im Siedlungsbereich für besonders harte Bedingungen, unter Hitzeeinfluss meist versagend.
  • In besonders ausgewählten Fällen auch in kontinentaleren Gebieten für sowohl hitze-als auch kältebelastete Plätze.
  • In Gärten meist möglich, aber im wechselhaften Tieflandklima nicht immer frohwüchsig. Die meisten Arten im Weinbauklima versagend oder nur mit Kümmerwuchs.

 

Neunter Lebensbereich
Gehölze der Hecken und Strauchflächen, Kultur- und Zierformen 
 

Hauptgruppe
1. Ziffer – Lebensbereich
9. Gehölze baumfreier oder meist baumfreier Hecken; Strauch-, Beet- und Bodendeckerflächen.

Untergruppe
2. Ziffer – Bodenfaktoren
-.1. Hecken und Strauchflächen in trockener bis frischer Lage, mäßig nährstoffreich, schwach sauer bis stark alkalisch; sandig oder lehmig-humos.

-.2. Hecken und Strauchflächen in frischer bis feuchter Lage, Luft- und Bodenfeuchtigkeit liebend, +/- nährstoffreich, sauer bis neutral, selten schwach alkalisch; sandig bis lehmig-humos.

-.3. Hecken und Strauchflächen in frischer bis feuchter Lage, Luft- und Bodenfeuchtigkeit liebend, nährstoffreich, schwach sauer bis alkalisch, alle Substrate außer ärmste Böden.

 

Spezielle Gruppe
3. Ziffer – Klimafaktoren
-.-.1. Sonnig, hitzeverträglich, wärmeliebend; frostempfindlich bis mäßig frosthart, spätfrostgefährdet.

-.-.2. Sonnig bis lichtschattig, sommerkühl; meist frosthart, spätfrostgefährdet.

-.-.3. Sonnig bis lichtschattig; frosthart.

-.-.4. Sonnig bis halbschattig; frosthart.

-.-.5. Absonnig oder lichtschattig bis halbschattig, wintermild; frostempfindlich bis mäßig frosthart, spätfrostgefährdet.

-.-.6. Absonnig, lichtschattig bis halbschattig, gelegentlich sonnig; meist frosthart bis frosthart.   

 

Wuchsgruppe
4. Ziffer – Wuchsgrößen
-.-.-.1. Großbaum > 20 m
-.-.-.2. Mittelgroßer Baum 
> 15 m
-.-.-.3. Kleinbaum > 7 m
    
-.-.-.4. Großstrauch 
> 3 m
-.-.-.5. Normalstrauch 
> 1,5 m
-.-.-.6. Kleinstrauch 
> 0,5 m
-.-.-.7. Zwergstrauch 
> bis 0,5 m
-.-.-.8. Halbstrauch 
= Übergang zu den Stauden
-.-.-.9. Klettergehölz
-.-.-.10. Staude

 

Eignung und Verwendung

 

  • Für Feldgehölze, Landschaftshecken und Strauchvegetationen aller Art (wenn heimisch).

  • Im öffentlichen Grün für Blüten und Schutzhecken.

  • Zur Bodenbedeckung oder Flächenbegrünung wenn von kleinerem Wuchs.

  • Als erlesene Zierkleinbäume oder Großsträucher für Solitär und Schmuckgehölzgruppen.

  • In Gärten als anpassungsfähige Zier- und Decksträucher, außer auf armen Sand- oder schwersten Tonböden (empfindlich gegen massive Bodenverdichtungen).